Fuss Sprunggelenk

Sprunggelenk

Innenbandschädigung: Mediales Kollateralband gerissen (Innenbandruptur)

Untersuchung des Sprunggelenks durch den Fuß- und SprunggelenkspezialistenBei der Untersuchung des Sprunggelenks auf Verletzung des Innenbandes achtet der Spezialist auf Schmerzen, Instabilitäten und Beweglichkeitseinschränkungen. © Dr. Thomas Schneider

Bei einer frischen Innenbandverletzung ist das mediale Kollateralband (Ligamentum deltoideum oder Deltaband) des Sprunggelenks teilweise oder komplett gerissen. Ursache ist häufig ein Umknicktrauma mit zusätzlicher Drehung des Fußes nach innen. Innenbandverletzungen sind zu einem großen Anteil mit Verletzungen der Außenbänder oder der Syndesmose kombiniert.

Akute Außenbandverletzung oder Außenbandruptur im Sprunggelenk

Bandruptur am SprunggelenkMeist sind Unfälle beim Sport für Verletzungen der Bänder am Sprunggelenk verantwortlich. Durch ein Umknicken des Fußes können die Bänder überdehnen oder reißen. © Henrie, Fotolia

Bei einer akuten Außenbandverletzung des Sprunggelenks wird mindestens eines der drei Bänder an der Außenseite des Sprunggelenks durch Umknicken oder eine Verletzung überdehnt, gezerrt oder gerissen. Dadurch kommt es zu Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Knöchels, häufig auch zu Blutergüssen. Der Fuß wird instabil und ist nur eingeschränkt belastbar.

Chronische Außenbandinstabilität führt zur Instabilität im Sprunggelenk

Bandverletzung durch Umknicken des SprunggelenksEine chronische Außenbandinstabilität führt dazu, dass die Betroffenen im Alltag und beim Sport leichter umknicken. © everythingpossible, Adobe Stock

Eine alte Bandverletzung, meist der Außenbänder, ist die Ursache der chronischen oberen Sprunggelenksinstabilität. Das Sprungbein wird überbeweglich in der aus Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) bestehenden Malleolengabel.

Meist entsteht eine Arthrose im Sprunggelenk durch eine alte, mangelhaft behandelte Verletzung oder Schwächung der passiven Stabilisatoren, also des sogenannten Kapsel-Band-Apparates am Sprunggelenk.

Syndesmoseband-Verletzung und Syndemose-Ruptur

Schema SyndesmosebänderDie Syndesmosebänder stabilisieren die Position von Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula). Bei einem Syndesmosebandriss wird das Sprunggelenk instabil und überbeweglich. © Gelenk-Klinik

Bei einer Syndesmosenverletzung am Sprunggelenk handelt es sich um eine teilweise oder komplette Ruptur der Bandstrukturen, die das Schienbein und das Wadenbein im Bereich der Sprunggelenksgabel zusammenhalten. Unterschieden wird die akute, frische Verletzung von der chronischen Syndesmoseninstabilität, die sich nach einer übersehenen Verletzung entwickeln kann.

Osteochondrale Läsion im Sprunggelenk

Frontalansicht eines FußesDas obere Sprunggelenk wird gebildet aus dem Schienbein, dem Wadenbein und dem Sprungbein. Die Talusrolle ist die Gelenkfläche des Sprungbeins (Talus). © Gelenk-Klinik

Osteochondrale Läsionen (OCL) sind kombinierte Schädigungen von Gelenkknorpel und darunter liegendem Knochen (griech. chondros "Knorpel", osteon "Knochen"). Am oberen Sprunggelenk betreffen diese Knorpel-Knochen-Veränderungen insbesondere die Gelenkfläche des Sprungbeins (Talus), die sogenannte Talusrolle. In seltenen Fällen entstehen sie auch an der Gelenkfläche des Schienbeins (Tibia).

Valgusarthrose (X-Arthrose) im Sprunggelenk

Links die Valgusstellun und rechts die gesunde FerseBei einer solchen Valgusfehlstellung (linker Fuß) kommt es leicht zu einer Valgusarthrose, weil der äußere Gelenkspalt des oberen Sprunggelenks stark belastet wird. c krutadivulia, adobe

Die Valgusarthrose im Sprunggelenk ist eine Knorpel- und Knochenschädigung, die im Rahmen einer Fehlstellung des Fersenbeins nach außen entsteht. Durch diese Valgus- oder X-Stellung des oberen Sprunggelenks wird der äußere Bereich des Gelenkspalts mechanisch überlastet und gereizt, und es kommt dort zu vermehrtem Verschleiß.

Arthrose im Sprunggelenk mit Varusfehlstellung (O-Fehlstellung)

nach außen gekipptes Sprungbein im RöntgenFehlstellung mit nach außen gekipptem Talus (Sprungbein): Die Gelenkfläche wird nicht mehr gleichmäßig belastet, wodurch der Knorpel an der Innenseite verschleißt. © Gelenk-Klinik

Die Varusarthrose des Sprunggelenks ist eine lokale Arthrose, die im Gegensatz zur konzentrischen Sprunggelenksarthrose nicht das gesamte Gelenk, sondern nur dessen inneren Anteil befällt. Deshalb wird die Erkrankung auch innenliegende oder mediale Sprunggelenksarthrose genannt. Ursache ist eine Varus-Fehlstellung des Sprunggelenks mit nach außen gekipptem Sprungbein (Talus). Durch die Fehlstellung werden die inneren Bereiche des Sprunggelenks vermehrt belastet, was dort zu einem verstärkten Verschleiß von Knorpel und Knochen und somit zu einer Arthrose führt.